Newsroom Study: Companies want to overcome silos

What do companies expect from introducing a Newsroom? A recent study by the Brand & Retail Management Institute @ ISM in cooperation with the newsroom agency Mediamoss examined these questions. 172 communication and marketing managers from Germany, Austria and Switzerland took part in the survey.

Two out of three respondents see the Newsroom as „a spatially combined control unit for corporate communications. There are separate responsibilities for topics and channels“ (66.9 percent). The number of those who think primarily of a virtual newsroom or a website is significantly lower (12.8 percent). A good half of those surveyed already work in a Newsroom system or plan to introduce it within the next year (53.8 percent). „The Newsroom system has become a very important topic in the companies,“ say the authors of the study, Christoph Moss, Arne Westermann and Mijka Ghorbani.

40.8 percent work in an open-plan office or have an architecturally delimited room for the Newsroom. The most important communication disciplines are public relations (81.5 percent), internal communication (73.2 percent) and marketing (59.3 percent). „It is very clear that the trend towards content marketing is allowing the historically separate disciplines of communication and marketing to grow together,“ the scientists say.

Integrated communication across all channels and media as well as One Voice Policy are therefore also the most important goals that respondents associate with a Newsroom. Rigid structures and silo thinking are the main obstacles. „The Newsroom requires a radical rethink: moving from channels to topics,“ 55 percent of respondents say. The statement „The newsroom overcomes silo thinking and creates synergies between departments“ meets with full approval from 51 percent.

„Newsroom is a question of mindset. The respondents see it as a chance for rethinking and renewal,“ the authors of the study say. „The question is no longer whether companies want to introduce a newsroom, but when and how.“

The survey was conducted from June 2019 to September 2019 in Germany, Austria and Switzerland. If you are interested in the study, we will be happy to send you a summary of the results. Please send an e-mail to: newsroom(at)mediamoss.com.

Newsroom-Studie: Unternehmen wollen Silos überwinden

Was verstehen Unternehmen unter einem Newsroom? Und was versprechen sie sich von dieser Idee? Diese Fragen hat eine aktuelle Studie des Brand & Retail Management Institute @ ISM in Kooperation mit der Newsroom-Agentur Mediamoss untersucht. 172 Kommunikations- und Marketingverantwortliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an der Befragung teil.

Zwei von drei Befragten verstehen unter dem Newsroom „eine räumlich zusammengefasste Steuereinheit für die Unternehmenskommunikation. Es existieren getrennte Verantwortlichkeiten für Themen und Kanäle“ (66,9 Prozent). Deutlich geringer ist die Zahl derjenigen, die vor allem an einen virtuellen Newsroom oder eine Website denken (12,8 Prozent). Gut die Hälfte der Befragten arbeitet bereits heute in einer Newsroom-Organisation oder plant die Einführung innerhalb des nächsten Jahres (53,8 Prozent). „Der Newsroom ist in den Unternehmen angekommen“, sagen die Autoren der Studie, Christoph Moss, Arne Westermann und Mijka Ghorbani.

40,8 Prozent arbeiten in einem Großraumbüro oder haben einen architektonisch abgegrenzten Raum für den Newsroom. Die wichtigsten Kommunikationsdisziplinen sind dabei Public Relations (81,5 Prozent), Interne Kommunikation (73,2 Prozent) und Marketing (59,3 Prozent). „Es zeigt sich sehr deutlich, dass der Trend zum Content Marketing die historisch getrennten Disziplinen Kommunikation und Marketing zusammenwachsen lässt“, sagen die Wissenschaftler.

Integrierte Kommunikation über alle Kanäle und Medien hinweg sowie One Voice Policy sind folglich auch die wichtigsten Ziele, die die Befragten mit einem Newsroom verbinden. Vor allem starre Strukturen und Silo-Denken sind dabei die größten Hindernisse. „Der Newsroom erfordert ein radikales Umdenken: Weg von Kanälen hin zu Themen“, sagen 55 Prozent der Befragten. Die Aussage „Der Newsroom überwindet das Silo-Denken und schafft Synergien zwischen den Abteilungen“ trifft bei 51 Prozent auf volle Zustimmung.

Konferenzsystem (65 Prozent) und Themenplan (61 Prozent) sind die wichtigsten Instrumente. Ein großer Teil hält Meetings wöchentlich (84,1 Prozent) oder sogar täglich (42,4 Prozent) ab. In 43 Prozent der Fälle gibt es inzwischen die Position eines Chefs vom Dienst.

Was versprechen sich die Unternehmen von der Einführung eines Newsrooms? Zu den wichtigsten Effekten zählen positive Reaktionen auf Dialogangebote (39,6 Prozent) und eine offenere Unternehmenskultur (37,4 Prozent). Die Evaluation erfolgt anhand von kanalspezifischen KPI (59,7 Prozent) und Medienresonanzanalysen (46,5 Prozent).

„Der Newsroom beginnt im Kopf. Die Befragten sehen darin eine Chance zum Umdenken und zur Erneuerung“, sagen die Autoren der Studie. „Es geht nicht mehr um die Frage, ob die Unternehmen einen Newsroom einführen wollen, sondern wann und wie. Besonders erfreulich ist, dass die Einführung einer neuen Organisationsstruktur auch zu den gewünschten Effekten führt.“Die Befragung wurde von Juni 2019 bis September 2019 in Deutschland, Österreich und Schweiz durchgeführt.

Wenn Sie Interesse an der Studie haben, lassen wir Ihnen gerne eine Ergebniszusammenfassung zukommen. Bitte schicken Sie hierzu eine Mail an: newsroom(at)mediamoss.com.

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Am 29. Oktober diskutieren Experten an der International School of Management über das Newsroom-Konzept.

   

Moderne Kommunikationsabteilungen arbeiten schnell und dialogorientiert. Sie steuern eine Vielzahl von Themen für unterschiedliche Zielgruppen aus einem Newsroom heraus. Die International School of Management (ISM) in Dortmund veranstaltet dazu am 29. Oktober 2019 ein Newsroom Summit. Das Expertentreffen soll zeigen, wie das Modell in Theorie und Praxis funktioniert. 

Mit der Newsroom-Idee rücken die Themen wieder ins Zentrum der Kommunikation. Silos verlassen, Räume öffnen – dies alles ist eine Frage der Haltung. Ein solcher Prozess braucht Monate, wenn nicht Jahre. Der Newsroom in der Unternehmenskommunikation ist also vor allem ein großes Change-Projekt.

Das ISM Newsroom Summit zeigt, wie der Newsroom als zentrales Steuerungselement in Theorie und Praxis funktioniert. Prof. Dr. Christoph Moss hat mit seiner Agentur Mediamoss bereits mehr als 40 Newsrooms in Deutschland eingeführt. Er wird beim Summit die Ergebnisse seiner jüngsten Newsroom-Studie präsentieren. Experten aus der Praxis erklären, wie sie den Newsroom im eigenen Haus implementiert haben, welche Veränderungen stattfanden und wie die Arbeit im Tagesgeschäft funktioniert. Zu den Referenten zählen Sabine Schröder, Leiterin Corporate Publishing bei Porsche, Marco Leeuwerink, Koordinator Newsroom und Social Media bei der Politie Nederland sowie Christoph Hardt, Leiter Kommunikation beim Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Die Veranstaltung beginnt am 29. Oktober 2019 um 16 Uhr an der ISM Dortmund (Otto-Hahn-Straße, 44227 Dortmund). Tickets können Sie unter dieser Adresse reservieren:

www.ism.de/hochschule/ism-events/summit/ism-newsroom-summit

Hintergrund:

Die International School of Management (ISM) zählt zu den führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den einschlägigen Hochschulrankings rangiert die ISM regelmäßig an vorderster Stelle.

Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin. An der staatlich anerkannten, privaten Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten, anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der ISM zeichnen sich durch Internationalität und hohe Lehrqualität aus. Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 190 Partneruniversitäten der ISM.

Wir suchen Trainees bei Mediamoss

Sie wollen Karriere machen, wir wollen wachsen. Deshalb suchen wir zum 1. August oder später an unserem Standorten in Dortmund und Stuttgart jeweils eine/n Trainee.

Newsroom, Strategie, CSR – Mediamoss berät Unternehmen in allen relevanten Fragen der Kommunikation. Wir betreuen die Social-Media-Plattformen unserer Kunden, entwerfen Newsroom-Konzepte, entwickeln Strategien und analysieren Kommunikation.

Wir betreuen Kunden wie Porsche, Bosch, RUV oder Signal Iduna. Unsere Büros liegen in Dortmund am Phoenixsee sowie in Kornwestheim bei Stuttgart.

Was wir Ihnen bieten:

  • 18 Monate Ausbildung (mit der Möglichkeit zur Reduktion)
  • Faire Vergütung
  • Einen schönen Arbeitsplatz am Phoenixsee in Dortmund und am Stadtrand von Stuttgart
  • Ein begeisterndes Team


Was Sie für uns leisten:

  • Unterstützung in digitaler Kommunikation 
  • Betreuen von Social-Media-Plattformen und Blogs
  • Digitales Monitoring
  • Community Management
  • Begleitung von Kundengesprächen und Workshops
  • Erstellen von Konzepten


Was Sie mitbringen:

  • Ein abgeschlossenes Studium in Kommunikation, Journalistik, Medien, Wirtschaft, Psychologie oder Geisteswissenschaften
  • Gute Sprache
  • Lust auf Teamarbeit
  • Digitales Denken
  • Bereitschaft, für bis zu drei Monate des Volontariats das jeweils andere Mediamoss-Büro zu verstärken
  • Idealerweise Kenntnisse in InDesign, WordPress, Powerpoint, Word und Excel

Wenn Sie Spaß daran haben, mit uns zu wachsen, dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen. Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Juli per E-Mail an trainee@mediamoss.com.

Mediamoss GmbH. Die Newsroom-Agentur
z. Hd. Frau Lara Behrens
Hörder Burgstraße 18
44263 Dortmund
0231/28678856

trainee@mediamoss.com

ISM und Mediamoss bilden Chef vom Dienst im Newsroom aus


Transparent, strukturiert, digital: Moderne Unternehmen arbeiten crossmedial und steuern ihre Kommunikation über einen Newsroom. Die entscheidende Rolle dabei übernimmt ein Chef vom Dienst. „Wir möchten Kommunikationsprofis fit machen für diese Schlüsselposition“, sagt Prof. Dr. Christoph Moss. Gemeinsam mit der International School of Management (ISM) bietet er einen einwöchigen Zertifikatslehrgang zum Chef vom Dienst an. 

Der Kurs läuft vom 1. bis zum 5. Juli in Dortmund und schließt mit einem Zertifikat der ISM ab. In dem Lehrgang unterrichten unter anderem Dr. Josef Arweck (Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Presse, Porsche AG), Ulrike Pott (Leiterin Themenmanagement, GDV) und Frank Grodzki (Senior Director External Communications und Group Newsroom, Kion Group AG). Außerdem steht ein Besuch des Handelsblatt-Newsrooms in Düsseldorf auf dem Programm.

„Der Erfolg eines Newsrooms steht und fällt mit dem Chef vom Dienst“, sagt Christoph Moss. Der ISM-Professor hat mit seiner Agentur Mediamoss bereits mehr als 30 Newsroom-Projekte begleitet. Sein Newsroom-Modell sieht eine Trennung von Themen und Kanälen vor. Die Koordination übernimmt der Chef vom Dienst. „Die Anforderungen an diese Person sind außerordentlich hoch. Wir sehen bei vielen Unternehmen noch erheblichen Weiterbildungsbedarf.“

Der Lehrgang vermittelt, wie Kommunikatoren einen Newsroom führen sollten. Welche Tools helfen bei der Organisations- und Planungsarbeit? Wie lassen sich Konferenzen effizient leiten? Nach welchen Kriterien werden Themen gewichtet? 

Jeder Teilnehmer bekommt neben dem ISM-Zertifikat aktuelles Lehrmaterial sowie das Buch vonChristoph Moss „Der Newsroom in der Unternehmenskommunikation“. Die Lehrgangskosten betragen je Zertifikat 1.950,00 Euro. Weitere Informationen zu Anmeldung und Curriculum unter http://www.newsroom-akademie.de.

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Nicht überall wo Newsroom draufsteht, steckt auch Newsroom drin

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100.000 Follower auf Twitter: Herzlichen Glückwunsch Porsche Newsroom!

Kein Content Marketing ohne Autoren

Veränderung kommunizieren

Porsche und der Newsroom: Interview mit Dr. Josef Arweck

Bewerben Sie sich jetzt für das PR-Volontariat bei Mediamoss

Sie wollen Karriere machen, wir wollen wachsen. Deshalb suchen wir zum 1. März oder später an unseren Standorten in Dortmund und Stuttgart jeweils eine/n PR-Volontär/in.

Newsroom, Strategie, Redaktion – Mediamoss berät Unternehmen in allen relevanten Fragen der Kommunikation. Wir produzieren Print- und Onlinemedien, betreuen die Social-Media-Plattformen unserer Kunden, entwerfen Newsroom-Konzepte und analysieren Kommunikation.

Wir betreuen Kunden wie Porsche, Bosch, Signal Iduna, Grundl oder Borussia Dortmund. Unsere Büros liegen in Dortmund am Phoenixsee sowie in Kornwestheim bei Stuttgart.

Was wir Ihnen bieten:

  • 24 Monate Ausbildung (mit der Möglichkeit zur Reduktion)
  • Vergütung nach Tarif
  • Einen klar definierten Ausbildungsplan mit Teilnahme an Seminaren, zugeschnitten auf Ihre Wünsche und Talente
  • Einen schönen Arbeitsplatz am Phoenixsee in Dortmund und am Stadtrand von Stuttgart
  • Ein begeisterndes Team


Was Sie für uns leisten:

  • Journalistische Arbeit: Recherche, Interview, Reportage, Editorial
  • Betreuen von Social-Media-Plattformen und Blogs
  • Digitales Monitoring
  • Community Management
  • Ausbau und Pflege von Journalistenkontakten
  • Teilnahme an Kundengesprächen und Workshops
  • Erstellen von Konzepten
  • Und vor allem Schreiben, Schreiben, Schreiben


Was Sie mitbringen:

  • Ein abgeschlossenes Studium in Kommunikation, Journalistik, Medien, Wirtschaft oder Geisteswissenschaften
  • Gute Sprache
  • Erste Schreiberfahrungen aus einer Mitarbeit in Redaktion oder PR
  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • Digitales Denken
  • Bereitschaft, für bis zu drei Monate des Volontariats das jeweils andere Mediamoss-Büro zu verstärken
  • Idealerweise Kenntnisse in InDesign, WordPress, Powerpoint, Word und Excel

Wir sind Mannschaftssportler, die sich ständig weiterentwickeln. Wir arbeiten auch abends und am Wochenende – so wie unsere Kunden dies von uns erwarten.

Wenn Sie Spaß daran haben, mit uns zu wachsen, dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf und Arbeitsproben. Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Februar per E-Mail an volo@mediamoss.com.

Mediamoss GmbH. Die Newsroom-Agentur
z. Hd. Frau Lara Behrens
Hörder Burgstraße 18
44263 Dortmund
0231/28678856
volo@mediamoss.com

Warum das Kundenmagazin crossmedial werden muss

Autorin: Mijka Ghorbani, International School of Management

Kundenmagazine gelten auf Unternehmensseite als tradierte Kommunikationsinstrumente. Sie sind fester Bestandteil vieler Kundenbindungsprogramme und ein klassisches Element des Corporate Publishing. Reine Printprodukte verlieren in der heutigen Zeit jedoch zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben daher das Potenzial erkannt, Kundenmagazine digital und crossmedial zu gestalten.

Das Kundenmagazin ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Instrument der Unternehmenskommunikation. Titel wie „mobil“ von der Deutschen Bahn erscheinen in Deutschland bereits seit mehreren Jahrzehnten und sind weithin bekannt. Doch in Zeiten der Digitalisierung verlieren Printangebote an Relevanz – parallel steigen die Kosten und der Aufwand für ihre Produktion. Die Lösung dieses Problems kann ein digitales Kundenmagazin sein. Ein solches Online-Themenportal dient gleichermaßen dem Content Marketing wie auch der integrierten Markenführung. Denn neben dem Angebot an nützlichen Informationen, kann ein digitales Kundenmagazin spannende Geschichten rund um das Unternehmen, die Produkte und Mitarbeiter multimedial darstellen.

Mit der wachsenden Bedeutung von Content Strategien steigen auch die grundlegenden Ansprüche an ein Kundenmagazin. Im Gegensatz zur klassischen Werbung stehen bei diesem nicht die Produkte, sondern die Themen im Mittelpunkt. So sollen die redaktionell aufbereiteten Inhalte dem Zielpublikum primär einen Unterhaltungs- oder Nutzwert bieten. Auf diese Weise demonstriert das Unternehmen Kompetenz und Glaubwürdigkeit, was auf Kundenseite zum Aufbau von Vertrauen führen kann. Kunden- und Markenbindung lassen sich somit nachhaltig stärken. Das entscheidende Qualitätsmerkmal für jede Art von Kundenmagazin ist daher der journalistische Gestaltungsanspruch.

Die Entscheidungen über Themenauswahl, Gliederung, Tonalität und Bildsprache hängen dabei stark von der Markenidentität und den Bedürfnissen der Bezugsgruppen ab. Dies erklärt auch die große Vielfalt an Kundenmagazinen und ihre unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Konsumgüterhersteller können beispielsweise eine breite Palette an Themen wie Lifestyle, Mode oder Ernährung bedienen. So bietet der Online-Supermarkt „AllyouneedFresh“ von DHL in seinem Online-Magazin zum Beispiel umfangreiche Informationen zu Rezepten und Food-Trends sowie Tipps zu saisonalen Anlässen. Die Print-Version des Magazins ähnelt hingegen vielmehr einem reduzierten Produktkatalog, der Kunden zunächst einmal an den Online-Shop für Lebensmittel heranführen und mit QR-Codes die crossmediale Verbindung herstellen soll.

Im Gegensatz zu Konsumgüterherstellern legen etwa Finanz- und Versicherungsdienstleister den Schwerpunkt ihrer Kundenmagazine auf ausführliche, fachkundige Artikel. Diese sollen vornehmlich ihre Expertise und Beratungskompetenz belegen. Beispielsweise wählte die comdirect Bank für ihr Kundenmagazin den Titel „compass“, welcher repräsentieren soll, dass die Publikation für Kunden ein Wegweiser in Finanz- und Wirtschaftsthemen ist. Die Artikel des Magazins behandeln daher Markt- und Aktienentwicklungen, politische Ereignisse und gesellschaftliche Trends. Zur Darstellung vertrauen die Autoren auf ein breites Spektrum an journalistischen Stilformen, von Reportagen über Interviews bis hin zu Kommentaren. Die zugehörige Online-Plattform verknüpft zudem die Artikel mit dynamischen Wirtschaftskennzahlen, dem Bewegtbild-Format „compass Talk“ und einem umfangreichen Glossar. Dieses digitale Zusatzangebot stiftet den Kunden des Unternehmens einen reellen Mehrwert. Der „compass“ demonstriert somit glaubwürdig die Markenattribute der comdirect Bank, beispielsweise Pragmatismus, Beratungskompetenz und Innovationsfreude.

Diese zwei unterschiedlichen Beispiele zeigen, dass Kundenmagazine nach wie vor eine hohe Relevanz für den Aufbau von Reputation und Markenvertrauen besitzen. Der inhaltliche Gestaltungsanspruch ist dafür das entscheidende Qualitätsmerkmal. Weiterhin darf sich ein digital umgesetztes Magazin nicht als bloße Abbildung der gedruckten Version herausstellen, sondern muss Inhalte aus dem Print- und Online-Bereich intelligent verknüpfen. Multimediale Zusatzangebote wie Bildergalerien, Video-Tutorials oder Gastbeiträge von Experten oder Influencern steigern die Attraktivität und auch die Glaubwürdigkeit des Formats. Denn nur crossmedial ausgerichtete und kanaladäquat aufbereitete Inhalte führen dazu, dass sich das Kundenmagazin als Online-Themenportal zum tragenden Instrument des Content Marketings entwickelt.


Über die Autorin:
Mijka Ghorbani studiert im Masterstudiengang „Strategic Marketing Management“ an der International School of Management in Dortmund. 2018 absolvierte sie ein Praktikum bei Mediamoss.

 

Erklärvideo: Wie Newsrooms in Unternehmen funktionieren

Ein Newsroom bedeutet Offenheit, Vertrauen und Transparenz. Der Weg dorthin setzt echte Bereitschaft zur Veränderung voraus. Gemeinsam mit dem Mediendienst turi2 und der Handelsblatt-Akademie für moderne Kommunikation haben wir ein Video produziert, das eine wichtigste Botschaft transportiert: Der Newsroom beginnt im Kopf.

Im Rahmen der Handelsblatt-Akademie bieten wir regelmäßig Seminare zu diesem Thema an. Das Buch zum Newsroom ist im Verlag Springer VS erschienen: Christoph Moss (Hrsg.) (2016): Der Newsroom in der Unternehmenskommunikation. Wie sich Themen effizient steuern lassen, Springer VS, Wiesbaden, 200 Seiten

Newsroom

Passend dazu haben wir gemeinsam mit PR Report ein Sonderheft veröffentlicht, das die Grundzüge des Newsroom-Modells auf den Punkt bringt:

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Daniel Schnettler wird Chefredakteur bei Mediamoss

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Daniel Schnettler, Nachrichtenchef von dpa-AFX, wird Chefredakteur bei Mediamoss.

Schlagkräftiger Zuwachs für die Newsroom-Agentur Mediamoss: Der Wirtschaftsjournalist Daniel Schnettler (39) übernimmt zum 15. August die neu geschaffene Position des Chefredakteurs. Schnettler ist aktuell Nachrichtenchef und Chefreporter bei dpa-AFX, einer der führenden Nachrichtenagenturen für real-time Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Zuvor war er mehrere Jahre lang US-Wirtschaftskorrespondent der dpa.

„Wir freuen uns sehr“, sagt Mediamoss-Gründer Christoph Moss. „Mit Daniel Schnettler kommt einer der besten deutschen Spezialisten für Wirtschaftsnachrichten in unser Team. Er hat große Newsroom-Kompetenz und kann diese in deutscher und englischer Sprache perfekt einsetzen.“

Daniel Schnettler bringt als Wirtschaftsjournalist langjährige Erfahrung im In- und Ausland mit – als Reporter vor Ort genauso wie als Führungskraft in der Redaktion. Sein Handwerk lernte er in der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten, die zum Handelsblatt gehört. Er arbeitete für die Marketing-Zeitschrift absatzwirtschaft und als Redakteur bei Handelsblatt.com in Düsseldorf.

Seit 2007 ist Daniel Schnettler bei der Deutschen Presse-Agentur, zunächst als Unternehmensreporter bei dpa-AFX. Von 2010 bis 2014 verantwortete er als dpa-Wirtschaftskorrespondent von New York aus die Unternehmensberichterstattung aus Nordamerika. Aktuell lenkt er als Nachrichtenchef bei dpa-AFX in Frankfurt das Tagesgeschehen der Finanznachrichtenagentur und berichtet als Chefreporter über die Bankbranche sowie Großereignisse wie das jährliche Weltwirtschaftsforum in Davos.

Daniel Schnettler studierte Geschichte, Medien und Politik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und arbeitete schon währenddessen für Lokalzeitungen. „Ich kann es kaum erwarten, zum Team von Mediamoss dazu zustoßen“, sagt er. „In die vielfältigen Projekte der Kunden werde ich meine Erfahrung aus mehr als 15 Jahren im Wirtschaftsjournalismus einbringen.“

Mediamoss hat sich in der Branche einen Namen als Spezialist für Newsroom-Kommunikation gemacht. Christoph Moss, Marketing-Professor an der ISM, hat das Modell dazu bisher in mehr als 30 Unternehmen umgesetzt, darunter Siemens, Datev und Fraport. Neben der Beratung tritt Mediamoss seit einigen Jahren auch verstärkt als Dienstleister in Erscheinung. Zu den Kunden zählen große Industrieunternehmen und Dienstleister.

Mediamoss wurde 2008 gegründet. Die Agentur hat Büros in Dortmund und Stuttgart. Aktuell gehören 15 Mitarbeiter zum Team. Geschäftsführer sind Lara Behrens und Christoph Moss.

Erfolgskriterien für das Geschäftsmodell Omnichannel

Im Zeitalter der Digitalisierung sind Unternehmen aufgefordert, im Umgang mit Kunden flexibel und umfassend zu agieren. In seinem gemeinsam mit Rebecca Zimmermann entwickelten Omnichannel-Exzellenz-Modell zeigt Arne Westermann, wie modernes und erfolgreiches Retail-Management aussehen sollte – denn Exzellenz beginnt beim Kunden. Das Modell ist im kürzlich erschienen Buch „Konzepte und Strategien für Omnichannel-Exzellenz“ veröffentlicht worden.

Arne Westermann

Autor dieses Beitrags: Prof. Dr. Arne Westermann, Professor für Communications and Marketing an der International School of Management in Dortmund und Leiter des Brand & Retail Management Institute @ ISM.

Online- und Mobile Shopping haben massiven Einfluss auf die Customer Journey und das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten. Sie sind der zentrale Treiber für Wachstum im Handel. Dennoch zeigt sich, dass der stationäre Handel (zumindest in Branchen, in denen sich Produkte nicht digitalisieren lassen) nicht zwingend auf dem absteigenden Ast ist: Seine Rolle verändert sich nur. Konsumenten kombinieren die verschiedenen Vertriebskanäle und nutzen sie für unterschiedliche Zwecke. Die Anzahl der Kontaktpunkte im Rahmen der Customer Journey nimmt daher zu.

Generell sollte bei Omnichannel-Konzepten die Customer Experience im Fokus der Integration stehen. Entsprechend muss das Management der verschiedenen Kanäle so erfolgen, dass die Customer Experience in allen Kanälen identisch ist und die Kunden die verschiedenen Kanäle nach Belieben miteinander kombinieren können. Hierdurch ist der Omnichannel-Handel anderen Konzepten überlegen. Doch was bedeutet dies konkret und welche Erfolgskriterien lassen sich auf Basis der bisherigen Forschung identifizieren?

Zunächst müssen sich Omnichannel-Konzepte in der Unternehmensstrategie wiederspiegeln.  Daneben ist ein klares Bekenntnis des Top-Managements zu dem Konzept und seinen Zielen notwendig. Erst wenn ein solches Commitment vorhanden ist, können alle weiteren Maßnahmen erfolgreich sein. Auch die Unternehmenskultur muss auf Omnichannel-Aktivitäten ausgerichtet werden – denn mit Silodenken in einzelnen Abteilungen ist kein nachhaltiger Omnichannel-Erfolg denkbar. Das Gleiche gilt für die Aufbau- und Ablauforganisation: Crossfunktionale Teams stellen den Kern dar, um eine nahtlose Customer Experience zu erreichen.

Erst das Ziel, dann der Kanal

Nach der grundsätzlichen Ausrichtung gilt es, konkrete Ziele für die instrumentelle Omnichannel-Strategie abzuleiten. Auf Basis derer lassen sich anschließend die passenden Kanäle des jeweiligen Omnichannel-Konzeptes wählen. Diese sollten wiederum die jeweiligen Zielgruppenaffinitäten berücksichtigen. Noch bedeutsamer ist in diesem Zusammenhang jedoch die dezidierte Analyse der typischen Customer Journey der Zielgruppen: Wie stark beeinflussen einzelne Kontaktpunkte das Kaufverhalten?

Besteht erst einmal Klarheit über die Prioritäten der Kunden und das Zusammenspiel der Kontaktpunkte, kann die Ausgestaltung der Kanäle zielgruppengerecht erfolgen. Dem stationären Handel kommt dabei oftmals die Rolle eines Hubs zu, an dem die einzelnen Kanäle zusammenlaufen und integriert werden. Dies erfordert ein enges Zusammenspiel von Technik, Kundenberater und Kunde. Zudem können stationäre Geschäfte einen Erlebnischarakter aufweisen, um ihre Stärken gegenüber den digitalen Kanälen voll auszuspielen. Die Hub-Rolle des stationären Handels zeigt außerdem die Bedeutung der Kanalintegration, die mit Blick auf alle zentralen Marketing- und Vertriebselemente erfolgen sollte.

So müssen der Markenauftritt und die Markenkommunikation konsequent aufeinander abgestimmt sein. Auch der Service muss kanalübergreifend funktionieren, denn viele Kunden sehen es zunehmend als selbstverständlich an, Produkte online zu kaufen und im physischen Store zurückzugeben. Gleiches gilt für die Sortimente und die Preisstruktur, die kanalübergreifend identisch sein sollten. Ausnahmen sind in diesem Kontext nur bei spezifischen Gründen sinnvoll: beispielsweise wenn ein sehr breites Sortiment besteht, dass nur online komplett verfügbar ist.

Keine Omnichannel-Exzellenz ohne IT-Exzellenz

Das Rückgrat aller Omnichannel-Konzepte bilden IT-Konzepte und -Prozesse. Nur wenn Front- und Backend integriert arbeiten und alle Kanäle auf die gleichen Datenbestände zugreifen können, ist es möglich, eine nahtlose Customer Experience zu realisieren. Daher ist die Bereitstellung einer entsprechenden IT-Infrastruktur eine notwendige Voraussetzung für Exzellenz.

Zuletzt müssen auch die Vergütungsstrukturen so ausgerichtet sein, dass sie Silodenken nicht honorieren, sondern dem Omnichannel Gedanken-Rechnung tragen. Mitarbeiter, die für einen Kanal zuständig sind, der nachweisbar Informations- aber nicht Kaufmedium ist, sollten nicht schlechter gestellt werden, als Mitarbeiter, die einen Kanal verantworten, der primär für den Kauf genutzt wird. Geschieht dies nicht, verstärkt die Omnichannel-Strategie bloß das Silodenken. Folglich muss es auch in der Evaluation und dem Controlling Veränderungen geben. Leitend ist dabei folgende Frage: Welcher Kanal hat in welcher Phase die Kaufentscheidung in welcher Form beeinflusst? Für die Beantwortung ist es daher entscheidend, das Kundenverhalten regelmäßig auszuwerten und zu analysieren.

Auf Basis all dieser Informationen ist es abschließend möglich, den Erfolg und damit die Leistung der einzelnen Kanäle zutreffend – und aus Sicht der verantwortlichen Mitarbeiter gerecht – zu beurteilen.

 

 

Zu den Personen:

Prof. Dr. Arne Westermann ist Professor für Communications and Marketing an der International School of Management in Dortmund (ISM) und Leiter des Brand & Retail Management Institute @ ISM, einem hochschuleigenen Kompetenzzentrum für Forschung in den Bereichen Markenmanagement und Handel. In seinem neuen, gemeinsam mit Audrey Mehn und Ingo Böckenholt veröffentlichten Buch „Konzepte und Strategien für Omnichannel-Exzellenz“ vereint Arne Westermann Beiträge zur Omnichannel-Theorie mit Best-Practice-Darstellungen für innovatives Retail-Marketing.

Rebecca Zimmermann, M.Sc., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Brand & Retail Management Institute @ ISM.