Social Media: Möge der Kelch an uns vorübergehen

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Was deutsche Unternehmen auszeichnet, ist ihr Beharrungsvermögen. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Konsequenz sich Marketing-Entscheider auch 2015 vor Sozialen Medien drücken. Facebook für das Industriegeschäft? Das ist nur etwas für Jugendliche. Twitter? Das nutzt niemand. Instagram? Verstehen wir nicht.

Der Druck kommt, wie so oft, aus dem Ausland. Wenn B2B-Unternehmen in Deutschland auf Facebook verzichten, laufen sie Gefahr, jenseits der Grenzen nicht mehr ernstgenommen zu werden. Der Umgang mit Sozialen Medien ist im internationalen Geschäft längst so selbstverständlich geworden wie das Senden einer E-Mail. Wer hier Rückständigkeit zeigt, wird Probleme bekommen, die Innovationskraft seiner Produkte international zu kommunizieren.

Noch immer aber verstecken sich vor allem B2B-Anbieter hinter einer Fülle von Vorurteilen. „Soziale Medien sind nur etwas für Jugendliche. Über diese Kanäle wird vor allem anonyme, unsachliche Kritik geäußert. Damit beschädigen wir unsere Marke.“ Wer genauer hinsieht, stellt fest, dass manch ein Entscheider die Sozialen Medien noch nicht verstanden hat. Inständig hält sich die Hoffnung, dieser Kelch der Modernität möge an uns vorübergehen.

Wer so denkt, wird scheitern. Auto, Elektrizität, Computer, Soziale Medien: Man kann ohne sie leben. Aber erfolgreiches Marketing geht anders.